Stoppt A52 im Ruhrgebiet und in Bottrop

Keine neue Transitautobahn durch das Ruhrgebiet!


StartWorum es gehtArgumente

Gesundheitliche Folgen der A52

  • Verdoppelung des Verkehrs. Von 39000 auf 70000 Fahrzeuge täglich, davon 11700 LKW - Werte wie heute auf der A2 oder A42! 
  • Krebs und Atemwegserkrankungen durch mehr Stickstoffoxide. Langzeitwirkungen sind  Zunahme der Sterblichkeit (alle Todesursachen, Herz- und Atemwegserkrankungen, Lungenkrebs), chronischen Atemwegsbeschwerden bei Erwachsenen, Hustenepisoden und Bronchitis bei Schulkindern, chronischer Bronchitis bei Kindern mit diagnostiziertem Asthma.
  • Krebs und Schlaganfälle durch mehr Feinstaub.  Langzeitwirkungen sind: Lungenkrebs, mehr Schlaganfälle, höhere Sterblichkeit, bei Frauen, die näher als 50 Meter an einer Hauptverkehrsstraße lebten, war die allgemeine Sterblichkeit um fast 40 % erhöht, das Risiko, an einer Herz-Kreislauf- oder Atemwegs-Erkrankung zu sterben, sogar um fast 80 % (Studie an Frauen der Jahrgänge 1929 bis 1942 in NRW, Deutsche Umwelthilfe 2012).  Innerhalb NRW ist im Kreis Recklinghausen, Bottrop und Gelsenkirchen die Rate von Krebsneuerkrankungen und von Krebssterblichkeit (Männer, 2009) so hoch wie nirgend sonst, siehe http://www.krebsregister.nrw.de/index.php?id=117 und  http://www.krebsregister.nrw.de/index.php?id=116.

    Wir verzichten hier auf ein Foto wie Lungenkrebs oder Schlaganfälle aussehen- die Krankheiten sind schlimm genug!
  • In Bottrop hat das Gesundheitsamt die Autobahn abgelehnt ( „Im Hinblick auf die gesundheitlichen Immissionsgrenzwerte und die weiteren Kriterien des Gesundheitsschutzes ist somit aus Sicht des Gesundheitsamtes zu empfehlen, dem Planfeststellungsantrag zum Bau der A 52 in der vorliegenden Form nicht zu entsprechen.“)
  • Grenzwerte werden überschritten. Der zulässige Grenzwert für Stickstoffdioxid (NO2) wurde in Gladbeck an der B224 im Jahresmittel 2010 um 20% überschritten.(LANUV-Jahresbericht).* Zum Vergleich: In Essen wurde auf der B224, Gladbecker Str., der zulässige Grenzwert für Feinstaub PM10 (Lungenkrebs-Gefahr) in 2011 an 51 Tagen überschritten (zulässig: 35 Tage). Bei überschrittenen Grenzwerten dürfen keine Straßen gebaut werden, die Wohngebiete zusätzlich belasten, damit die Bewohner geschützt werden. Schon heute müsste aus Gesundheitsgründen der LKW-Verkehr auf der B224 eingeschränkt werden!
  • Pilzeffekte trotz Wände. Lärm und Dreck kommen auch nach einer Schutzwand an der Autobahn ca. 80-100 Meter dahinter mit voller Wucht auf die Bewohner nieder. Spielen im Freien, weiße Wäsche im Garten trocknen etc. wird nicht mehr möglich sein.

Wertverlust für Hausbesitzer und Wohnungseigentümer

  • Wertverlust bei Eigenheimen. Durch den Bau einer Autobahn verlieren die Immobilien im Umfeld bis zu 30% an Wert! Denn wer möchte schon an einer Autobahn wohnen?

Lärmschutz unzureichend

  • Lärmvorsorgewerte gelten nur für geschlossene Gebäude. Ausserhalb der Häuser/Wohnungen, zum Beispiel im eigenen Garten, darf der Lärm viel höher sein und die gesetzlichen Werte werden trotzdem eingehalten. Insbesondere Flächen in etwas grösserer Entfernung zu den Lärmschutzwänden werden zukünftig stärker belastet. 

  • Wirkung des Flüsterasphalts ist viel geringer. Laut Experten reduziert der Flüsterasphalt den Verkehr nicht um die behaupteten 5-10 Dezibel, sondern nur um 3-5 Dezibel.

Bottrop muss Geld dazugeben

  • Der Bau wird Bottrop einen Eigenanteil kosten (ähnlich wie bei den Planungen in  Gladbeck). Das Geld hat die Stadt nicht bzw. müsste es woanders auf Kosten der Bürger einsparen.

Verkehrsbelastungen und die Autobahn

  • Transitautobahn. Die A52 würde als Teil einer neuen Nord-Süd-Verbindung durchs Ruhrgebiet gebaut, um die A2 mit der A1 (Münster/Bremen) zu verbinden. Viel mehr Schwerlast-Fern-Verkehr zwischen Hamburg/ Bremen und den Niederlanden/ Belgien/ Frankreich würde erst angezogen werden (sogenannter induzierter Verkehr) und durch Bottrop rasen. Dieser würde wegen der höheren Geschwindigkeit trotz "bestem" Lärmschutz den Verkehrslärm verschlimmern und giftige Schadstoffe (krebserregenden Feinstaub, giftiges Stickstoffdioxid) hinterlassen, und zwar durch Erhöhung der "Hintergrundbelastung" sogar in ganz Gladbeck.

    Transitautobahn
  • Weniger Pendler als heute. Bis die Autobahn fertig wäre, schätzungsweise 2030, wird für Gladbeck ein Bevölkerungsrückgang von 9% vorhergesagt (RVR, 2011),mit immer mehr Rentnern und weniger Erwerbstätigen. Dann werden bedeutend weniger Pendler auf der B224 unterwegs sein alsheute und kaum noch Staus durch Pendler entstehen. Bis die Autobahn fertiggestellt ist, sind viele Pendler von heute in Rente.

ZUR STOPPT A52 SEITE FÜR BOTTROP

Letzte Änderung am 28.09.2012