



Partei informiert über geplanten A52-Bau in Gladbeck
Zusammenfassung der Vorträge von Michael Gerber (DKP, Bottrop) und Gerhard Dorka (DKP, Gladbeck).
-Das
Autobahnkreuz wird Ausmasse haben wie das heutige Kreuz bei
Duisburg-Kaiserberg. Die Überflieger des Kreuzes sind 12 Meter hoch.
Der Radius der Spuren ist so gross, dass LKWs nicht ihr Tempo
reduzieren müssen
-Da das Gewerbegebiet Brauck nicht angebunden
ist., wird befürchtet, dass LKWs aus Richtung Norden quer durch
Gladbeck fahren werden, um das Industriegebiet zu erreichen
-die
neue Stadtallee wird eine vielbefahrende Hauptverkehrsstrasse werden
(13000 bis 14000 Fahrzeuge pro Tag); Sie wird eine
Autobahn-Zubringerstrasse mit 4 Spuren und Ampeln. Autos aus dem Norden
kommend werden an den Ampeln abgebremst; durch die 2 Halbanschlüsse
verlagert sich der Vekehr auf die Stadtallee
-der weitere Schallschutz im Gladbecker Norden ist noch gar nicht klar; im Norden sind aber hohe Lärmschutzwände nötig
--die
Trennwirkung der Autobahn wird erweitert, weil die Autobahn nicht mehr
20 sondern 40 Meter breit wird (mit Baustellen sogar gut 50 Meter)
-es
gibt keine konkreten Aussagen zu Lärmbelästigung/ Schadstoffbelastung;
diese führen zu Herz- und Kreislauferkrankungen sowie Lernstörungen bei
Kindern
-es gibt keine Detailpläne. Den Bürgern wird die Katze im Sack präsentiert.
Fortsetzung nach dem Bild

Foto: geplantes A52-Teilstück in Gladbeck mit dem riesigen Autobahnkreuz
-die CDU Gladbeck hat den frühen Wahltermin im März kritisiert, wollte Wahl im April- die soziale Liste sogar erst im September
-es
gibt von der Stadt Gladbeck noch keine Stellungnahme zur Autobahn aus
gesundheitlicher Sicht (Anmerkung: in Bottrop hatte das Gesundheitsamt
die Autobahn abgelehnt)
-die A52 ist nicht eine Autobahn für
Pendler, sondern für den Transit- und LKW-/ Schwerlastverkehr
(Seehäfenverkehr von der Nordsee kommend); der Pendlerverkehr nimmt mit
der demografischen Entwicklung ab, geschätzt 8-10% in den nächsten 10
Jahren in Gladfbeck
-bis die Autobahn fertiggestellt ist, sind viele Pendler von heute in Rente
-es
ist nicht klar, wie die Abgase aus dem Tunnel kommen; Verwirbeln mit
Turbinen? aufgrund von Westwind würde der Dreck nach Osten wehen
-Tunnel
erzeugen bei vielen Menschen Angst. Geschätzt 10-15% werden den Tunnel
nicht nutzen und durch Gladbeck drumherumfahren (was wiederrum
die Innenstadt und Wohngebiete belastet)
-der Tunnel ist zu kurz- es fehlt ein weiteres Stück im Norden
-der
Tunnel hat eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 80 km/h. Er hat eine
Begrenzung mit Standstreifen-Vorbereitung; dadurch könnte auf 6 Spuren
ausgebaut werden
- es ist eine erhöhte Unfallgefahr zu
befürchten, wenn Autos direkt aus dem Tunnel kommend auf das
Autobahnkreuz fahren und sich orientieren müssen
-trotz
bisheriger Zusicherung will Strassen NRW weiter die Salamitaktik
verfolgen und ein separates Planfeststellungsverfahren für Gladbeck
(obwohl Bottrop allein ohne das Kreuz Gladbeck kein Verkehrswert hat)
-der Bottroper Autobahnabschnitt soll 60-70 Mio Euro kosten, der Abschnitt in Gladbeck ca 200 Mio Euro
-statt
Autobahn ist ein ganzheitliches Mobilitätskonzept gefordert (z.B. ist
Gladbeck nur stündlich per S-Bahn erreichbar). In den 20er Jahren
gab es eine bessere Nahverkehrsanbindung als heute
-Prof Zöpel hat auf der Mobilitäts~Werk~Statt 2011 vor einer Zupflasterung mit Autobahnen gewarnt
-Gerhard Dorka im Gladbecker Rat zur A52: ein Jahrhundertprojekt- nur fürs letzte Jahrhundert!
-Autobahnen sind wie Staubsauger - sie ziehen neue Verkehre an!
-das
Geld, das in den Autobahnbau geht, fehlt der Zechen- und Hafenbahn in
Gladbeck 2018 (1000 Beschäftigte); es ist ein Verrat an die Eisenbahn
in Gladbeck. Das Geld sollte besser für die Schiene verwendet werden
-aufgrund
der langen Bauzeit wird Kaufkraft in Gladbeck verloren gehen, weil die
Kunden von ausserhalb nicht mehr in die Stadt kommen
-es wird mehr Gefahrguttransporte geben als heute- vor allem im Tunnel